Bei dem gemeinsamen Forschungsprojekt von Evonik und Siemens Energy wir künstliche Photosynthese genutzt, um essentielle Spezialchemikalien nachhaltig zu produzieren – mithilfe von Bakterien aus Kohlendioxid und Wasserstoff sowie Strom aus erneuerbaren Quellen. Für Evonik und den Chemiepark Marl ist Rheticus ein wichtiger, innovativer Ansatz, um die gesamte Industrie klimafreundlicher zu gestalten.
„Mein Besuch bei Evonik ist ein Bekenntnis zum Industriestandort Deutschland“, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider. „Denn wir können gemeinsam viel gewinnen, wenn wir hier in Deutschland zeigen, wie die klimaverträgliche Modernisierung der Industrie gelingt und damit nachhaltige und in die Zukunft gerichtete Arbeitsplätze schaffen können. Die Bundesregierung wird die Industrie auf diesem Weg unterstützen.“
Der Minister diskutierte über die Herausforderungen in der chemischen Industrie angesichts der grünen Transformation mit Personalvorstand und Arbeitsdirektor Thomas Wessel und Standortleiter Thomas Basten.
Wessel sprach hohe Energie- und Rohstoffkosten, wachsende internationale Konkurrenz und bürokratische Hürden als Hemmnisse für die chemische Industrie an. „Wie brauchen langfristig verlässliche Rahmenbedingungen am Industriestandort Deutschland – nur so können wir im globalen Wettbewerb bestehen und nachhaltig wachsen“, sagte Thomas Wessel während der Rundfahrt über den größten Standort vom Evonik.
Standortleiter Thomas Basten vermittelte den Gästen während des Besuchs einen Eindruck von der Größe des Chemieparks und seinen vielfältigen Produktionsanlagen. Er betonte die Funktion des Chemieparks im regionalen Verbundsystem.
„Wir sind eng vernetzt mit anderen Produktionsanlagen in der Region. Die abfallenden Reststoffe oder Wärme eines Betriebs sind Rohstoffe für den Nachbarbetrieb“, sagte Basten. „Diese Struktur stellt einen der wesentlichen Standortvorteile des Chemieparks dar.“
Der Chemiepark Marl wird von Evonik betrieben und ist gleichzeitig der größte Produktionsstandort von Evonik. Neben Evonik, den Tochtergesellschaften und ihren Beteiligungen sind 17 weitere Unternehmen im Chemiepark angesiedelt.